{"id":8985,"date":"2016-03-22T20:39:56","date_gmt":"2016-03-22T19:39:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.europagymnasium.at\/\/?p=8985"},"modified":"2021-12-28T13:05:16","modified_gmt":"2021-12-28T12:05:16","slug":"die-vielfalt-der-lebensentwuerfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/2016\/03\/die-vielfalt-der-lebensentwuerfe\/","title":{"rendered":"Die Vielfalt der Lebensentw\u00fcrfe"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><b>Kleine Schwester Monika Miriam zu Besuch in der 7.A Klasse des Europagymnasiums<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Am Montag, den 15.02.2016 dieses Jahres hat uns eine Schwester namens Monika Miriam, besucht. In ihren Schilderungen erz\u00e4hlte sie uns die Entstehung des Ordens sowie von ihrem Leben dort.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der <i>Orden der Kleinen Schwestern<\/i> wurde 1939 von <i>Magdeleine Hutin<\/i> gegr\u00fcndet. Sie wurde 1898 geboren und verlor fast ihre ganze Familie durch den Ersten Weltkrieg. Als junge Frau f\u00fchlte sie sich stark vom Leben <i>Charles de Foucaulds<\/i> angesprochen. Um einer Behinderung durch Arthritis zu entgehen, empfiehlt ihr ihr Arzt ein Leben in einem Land, in dem es niemals regnet. Bald darauf bricht sie tats\u00e4chlich mit einer Gef\u00e4hrtin in die <i>Sahara<\/i> auf. Dort lebt sie mit einer Gruppe verarmter, muslimischer Nomaden zusammen und hilft fortan Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben.<\/p>\n<p align=\"justify\">Speziell nach dem Zweiten Weltkrieg, als <i>Magdeleine Hutin<\/i> mit einem Kurzfilm \u00fcber die Erlebnisse mit den Menschen in diesem Land berichtet, treten viele junge Frauen in den Orden ein.<\/p>\n<p align=\"justify\">Heute gibt es ungef\u00e4hr <i>1200 Schwestern<\/i>, die in <i>60 unterschiedlichen L\u00e4ndern<\/i> leben.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wie bereits erw\u00e4hnt wurde die Gr\u00fcnderin des Ordens von einem Mann namens <i>Charles de Focauld<\/i> inspiriert. 1856 wurde er in eine franz\u00f6sische Adelsfamilie, in der N\u00e4he von Stra\u00dfburg, hineingeboren. Fr\u00fch verwaist, verliert er bald jedwede religi\u00f6se Orientierung. Nach der Ausbildung zum Kavallerieoffizier beginnt er sein betr\u00e4chtliches Verm\u00f6gen mit sinnlosen Vergn\u00fcgungen zu verschleudern. Seine Suche nach Gott hat ihn zu den Menschen gef\u00fchrt, zu den Geringen und Armen, denen er ganz konkret und selbstlos dient und in denen er Christus gefunden hat.<\/p>\n<p align=\"justify\">Daraufhin erz\u00e4hlte uns <i>Monika Miriam<\/i>, wie und warum sie sich dazu entschlossen hat, in diesen Orden einzutreten, welche Schwierigkeiten es gibt und inwiefern ein solches Leben eine Bereicherung darstellen k\u00f6nne.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u00dcber andere junge Frauen nahm <i>Monika Miriam<\/i> Kontakt zum <i>Orden der Kleinen Schwestern<\/i> auf. Als sie in Nieder\u00f6sterreich das erste Mal Nonnen dieses Ordens traf, war sie erstaunt, wie einfach das Leben dort gehalten wird. Oft erkennt man die Nonnen gar nicht eindeutig als solche an, da sie beispielsweise zu viert in einem Haus, mitten unter anderen Menschen, wohnen. Nach ihrer Anfangszeit in Nieder\u00f6sterreich wurde sie, im Rahmen ihrer Ausbildung, f\u00fcr zwei Jahre nach Marokko geschickt. Dort kam sie erstmals mit der arabischen Welt in Kontakt, was sie sowohl bedrohte, als auch faszinierte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Tagesablauf einer Schwester gibt es einige immer wiederkehrende Rituale. Gebete am Morgen, wie auch am Abend. F\u00fcr sie pers\u00f6nlich ist es besonders wichtig, jemandem ihre Probleme anvertrauen zu k\u00f6nnen und hierf\u00fcr ist Gott ihre erste Wahl, jedoch bedeutet dies nicht, dass es auch in ihrem Leben nicht im Laufe der Zeit Krisen und Zweifel gab und gibt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem sie einige Jahre mit Nomaden in Algerien verbrachte, ging sie wieder zur\u00fcck nach \u00d6sterreich, nach St. Ruprecht. Da es derzeit jedoch zu wenige Schwestern in Klagenfurt gibt, hat sich der Orden dazu entschlossen, den Standort in Klagenfurt aufzul\u00f6sen. (Andreas M\u00fcller, 7.A\/ MMag. Tanja Kramer)<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Erz\u00e4hlungen von Monika Miriam haben mich\u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026 zwar interessiert, aber ich kann mich wenig bis gar nicht damit identifizieren, da ich kein sehr gl\u00e4ubiger Mensch bin. Es ist unvorstellbar f\u00fcr mich, so leben zu k\u00f6nnen. (Andreas M\u00fcller, 7.A)<\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> \u2026 interessiert, da meine Lebenseinstellung das komplette Gegenteil darstellt. (Xaver Aichbichler, 7.A)<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026 fasziniert, weil ich es bewundernswert finde, dass Jesus f\u00fcr diese Person mehr als nur ein Mensch ist und eine gro\u00dfe bedeutende Rolle in ihrem Leben spielt. (Katharina Freller, 7.A)<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026 wachger\u00fcttelt, weil ich noch nie zuvor pers\u00f6nlich mit einer Ordensschwester in Kontakt gekommen bin. Deshalb kann ich mir zum ersten Mal vorstellen, wieso sich Menschen freiwillig dazu entscheiden, in einen Orden einzutreten. ( Thomas Sterz, 7.A)<\/p>\n<p align=\"justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">Kleine Schwester Monika Miriam zu Besuch in der 7.A Klasse des Europagymnasiums Am Montag, den 15.02.2016 dieses Jahres hat uns&hellip;<\/p>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/2016\/03\/die-vielfalt-der-lebensentwuerfe\/\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> \"Die Vielfalt der Lebensentw\u00fcrfe\"<\/span>&hellip;<\/a><\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":8986,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-8985","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8985"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18039,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8985\/revisions\/18039"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}