{"id":12668,"date":"2019-06-07T21:26:19","date_gmt":"2019-06-07T19:26:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.europagymnasium.at\/\/?p=12668"},"modified":"2021-12-28T13:05:42","modified_gmt":"2021-12-28T12:05:42","slug":"12668","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europagymnasium.at\/en\/2019\/06\/12668\/","title":{"rendered":"Opernbesuch KOMA\ufeff\u200b im Stadttheater Klagenfurt"},"content":{"rendered":"<p>Am 7. Mai besuchten die Musikgruppe der 7a und 7b die Oper KOMA im Stadttheater Klagenfurt.<br \/>\nNachfolgend drei Berichte einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Opernvorstellung!<\/p>\n<p>Mag. Waltraud Dimitrovski<\/p>\n<p>1<\/p>\n<p>Koma ist eine zeitgen\u00f6ssische Oper von Georg Friedrich Haas nach einem Libretto von Klaus H\u00e4ndl. Es geht dabei um Michaela, die nach einem Badeungl\u00fcck im Koma liegt, und um ihre Verwandten, die mit der neuen Lebenssituation \u00fcberfordert sind. Dabei treten einige Ereignisse aus einer schweren Kindheit ans Licht.<\/p>\n<p>Das Besondere am St\u00fcck ist, dass mehr als die H\u00e4lfte der Zeit der gesamte Opernsaal stockdunkel ist, was eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr das Orchester darstellt. Dazu kommt, dass Haas keine \u00fcbliche Melodie, sondern mittels Obert\u00f6nen und mikrotonalen Verstimmungen eher depressive Klangwolken komponiert.<\/p>\n<p>Als Partnerklasse des Stadttheaters Klagenfurt wurden wir sehr ausf\u00fchrlich auf das St\u00fcck vorbereitet. Dazu geh\u00f6rte ein Gespr\u00e4ch mit dem Dramaturg, das Besichtigen einer Probe im Orchestergraben, ein Gespr\u00e4ch mit dem Regisseur und eine F\u00fchrung durch das Stadttheater. Auch haben wir uns zuvor intensiv mit dem St\u00fcck im Musikunterricht auseinandergesetzt.<\/p>\n<p>Auch wenn ich von der Musik Haas\u2018 nicht wirklich begeistert bin und mir Mikrotonalit\u00e4t nicht sonderlich zusagt, fand ich die Lichtinstallationen w\u00e4hrend der Oper sehr herausragend. Die Idee der absoluten Dunkelheit (selbst die Notausgangswarnleuchten waren ausgeschalten) fand ich f\u00fcr das St\u00fcck passend und interessant. Auch dass die Hauptdarstellerin aus dem Publikum sang, was den Effekt der Identifikation mit der Koma-Patientin verst\u00e4rkt, war ansprechend. Weniger gut gefiel mir der teilweise sehr befremdliche und redundante Text des St\u00fcckes.<\/p>\n<p>benjamin kattnig<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2<\/p>\n<p>Das Dunkel in Schwarz<\/p>\n<p>Wer wirklich eine komplett neue Erfahrung sucht ist mit der neuen Oper Koma sehr gut beraten. Von neuen Sinneseindr\u00fccken kann man kaum sprechen, denn die absolute Dunkelheit, die sich wie ein Netz \u00fcber gro\u00dfe Teile der Oper spannt, ist atemberaubend. Wir alle kennen die Dunkelheit. Doch diese ist nicht zu vergleichen mit dieser totalen Lichtlosigkeit, in der nicht einmal der leichteste Lichtstrahl das Auge erreicht. In dieser Dunkelheit wird man mit sich und der Musik komplett allein gelassen und die Imagination l\u00e4uft auf Hochtouren. So f\u00e4llt es leicht, sich in die Lage der Komapatientin Michaela, welche die Hauptrolle des St\u00fcckes ist, zu versetzen. Die Handlung spiegelt die Raffinesse der Umsetzung und der Musik wider. Die Familie von Michaela versucht diese ins Leben zur\u00fcckzuholen, ob durch verschiedene Flashbacks in ihrer Vergangenheit, oder durch direkte Anrufe an den abwesenden Geist von Michaela. Umwerfend greifen die einzelnen eigentlich dissonanten T\u00f6ne ineinander, um wundervolle Kl\u00e4nge zu erzeugen. Durch die enge Zusammenarbeit von Dirigenten und Regisseur ist es dem Klagenfurter Stadttheater gelungen, eine wundervolle Oper auf die B\u00fchne zu bringen. Ob alt oder jung, diese Oper konfrontiert jeden Menschen mit Situationen, denen er sich im Alltag nicht stellen muss. Alles in allem ist \u201eKoma\u201c eine wundervolle Oper, die mich sehr begeistert hat.<\/p>\n<p>Rindler Florian<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Und pl\u00f6tzlich war das Licht aus\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Grunds\u00e4tzlich ist es nicht immer einfach, eine Oper v\u00f6llig neu zu komponieren, die auch den Zahn der Zeit treffen soll. Georg Friedrich Haas, dem Komponisten der Oper \u201eKoma\u201c, ist das aber erfolgreich gelungen. In seinem Werk beschreibt er eindrucksvoll, wie sich der Umgang mit Michaela, einer jungen Mutter, die sich, seit sie einmal im Winter fast beim Schwimmen in einem See ertrunken w\u00e4re, im Wachkoma befindet, gestaltet. Besonders wird das St\u00fcck aber erst durch die eigens dazu komponierte Musik. Man kann in diesem Fall nicht von \u201enormaler\u201c zeitgen\u00f6ssischer Musik sprechen. Sie ist anders. F\u00fcr das Ohr eigentlich purer Schmerz, f\u00fcr einen Musikkennenden ein Verbrechen an der Kunst, f\u00fcr die Kunst ein Zeichen. Ein Zeichen, dass es auch anders geht.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist nat\u00fcrlich auch die Leistung des Stadttheaters Klagenfurt. Der Regisseur hat offensichtlich verstanden, was der Komponist mit seinem Werk aussagen will. Die Kunst einmal anders. Mit seiner ungew\u00f6hnlichen Inszenierung bewies Immo Karaman, dass man das Publikum auch anders begeistern kann. Obwohl das B\u00fchnenbild relativ einfach gestaltet war, ein ganz gew\u00f6hnliches Krankenzimmer, zeigten sich die Zuschauer beeindruckt. Mit zus\u00e4tzlichen visuellen Lichteffekten, die L\u00e1szl\u00f3 Zsolt Bordos\u2018 Kunst zuzuordnen sind, bekam die ganze Vorstellung ein besonderes Flair. Dazu kommen noch die einzelnen Lichtstufen im Saal. Drei\u00dfigmal wurde die Beleuchtung komplett abgedreht und es herrschte totale Dunkelheit sowohl auf der B\u00fchne als auch im Zuschauerraum. Einzigartig.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Bahnschrift SemiBold SemiConden, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Musik. Au\u00dfergew\u00f6hnlich. Dirigent Bas Wiegers zaubert gemeinsam mit dem Orchester. Da das St\u00fcck haupts\u00e4chlich von dissonanten Kl\u00e4ngen begleitet werden muss, war es nat\u00fcrlich auch eine Herausforderung f\u00fcr das gesamte Orchester. Obwohl man zun\u00e4chst noch recht wenig mit diesen T\u00f6nen anfangen kann, ist man am Schluss einfach nur erstaunt, was alles m\u00f6glich ist. Mit der Zeit gew\u00f6hnt sich das Ohr an die Kl\u00e4nge. Zusammen mit dem B\u00fchnenbild und dem dargebotenen Gesang der einzelnen Darsteller und Darstellerinnen harmonierte das St\u00fcck in vollen Z\u00fcgen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"font-family: Bahnschrift SemiBold SemiConden, sans-serif;\">Florian Kl\u00f6sch 7B<\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-12669\" src=\"http:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-420x280.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-420x280.jpg 420w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-744x496.jpg 744w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-12670\" src=\"http:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-420x280.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-420x280.jpg 420w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-744x496.jpg 744w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/8-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-12671\" src=\"http:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-420x280.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-420x280.jpg 420w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-744x496.jpg 744w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.europagymnasium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-KOMA_EnsemblecArnoldPoeschl.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">Am 7. 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