Berufsorientierung

Standortbezogenes Umsetzungskonzept 2018/19

 

Berufsorientierung heißt Lebensorientierung und ist somit als Prozess zu verstehen, der früh beginnt und über die Schulzeit hinausgeht. Gut reflektierte Entscheidungen erweitern die Handlungsspielräume von Jugendlichen und erhöhen die Chancen auf Erfolg. Grundkompetenzen, wie das Erkennen von bestimmten Fähigkeiten, selbständig Entscheidungen zu treffen und Informationen zu recherchieren bzw. zu bewerten, können anhand gut begleitetet Bildungs- und Berufsentscheidungsprozesse erworben und gefestigt werden. Die Berücksichtigung der Persönlichkeitskompetenzen wie Sprache, Präsentation, Kommunikation oder Teamfähigkeit spielen eine besondere Rolle. Es ist Aufgabe der Schule diese Prozesse zu unterstützen und zu begleiten.

Im österreichischen Schulwesen ist der Berufsorientierungsunterricht in der 7. und 8. Schulstufe in allen Schularten (Hauptschule, AHS-Unterstufe, Sonderschulen) als „verbindliche Übung“ verpflichtend im Ausmaß von je 32 Unterrichtsstunden verankert. Davon sind insgesamt maximal 30 Unterrichtsstunden für beide Schulstufen als Realbegegnung vorgesehen.

Die verbindliche Übung Berufsorientierung wird am Europagymnasium integrativ geführt. In den einzelnen Unterrichtsgegenständen werden Themen zu Berufs- und Arbeitswelt behandelt. Alle SchülerInnen müssen eine Dokumentation in Form einer Berufsorientierungsmappe über zwei Schuljahre führen.

Im Jahreszeugnis der dritten und vierten Klasse ist die Teilnahme an der verbindlichen Übung Berufsorientierung vermerkt.

 

 

Umsetzung für die 7. Und 8. Schulstufe

  • Integrativer Berufsorientierungsunterricht nach Lehrplan für die 7. Und 8. Schulstufe
  • Information der Eltern über das standortbezogene Umsetzungskonzept in einem Elternbrief
  • Projekttag zum Thema Berufsorientierung (Persönlichkeitsbildung) in der 7. Schulstufe
  • My Future Schritt für Schritt zum Wunschberuf (AK Kärnten)
  • Besuch des BIZ für die 7. Schulstufe
  • Projekte mit Unterstützung der Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten

(„Lehre on Air“, „Die Säulen der Demokratie und ihre Berufe“, „Berufsspionage“, Straße der Fähigkeiten“, „Schule meets Uni“)

  • Realbegegnungen: Einblicke in die Arbeitswelt durch Experten
  • Elternabend für die 8. Schulstufe
  • Bildungsberatung: Thema „14 Jahre was nun?“-Bildungswege nach der

8. Schulstufe

  • Information des KlassenvorständInnen: Berufspraktische Tage
  • Bewerbungstraining für die SchülerInnen der 8. Schulstufe (Richtig bewerben-ein Workshop der Arbeiterkammer Kärnten)
  • Berufspraktische Tage (3 Tage in der letzen Woche vor den Semesterferien)
  • Präsentation der Betriebe mit den Berufsfeldern
  • Vorstellen verschiedener Ausbildungsmöglichkeiten
  • Erfahrungsberichte der SchülerInnen, Praxistagebuch
  • Teilnahme an verschiedenen Exkursionen zum Thema Berufs- und Arbeitswelt
  • Informations-, Beratungstätigkeit und Vermittlung von Hilfe und Anlaufstelle bei Problemen in der Sprechstunde der Bildungsberatung (OStR. Mag.a Iris Mallweger-Grasser)

Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf (IBOBB) stellen ein Gesamtkonzept in der Berufsorientierung dar. Der „Lehrplan zur Berufsorientierung“2 ist hierbei eine wesentliche Grundlage für

IBOBB1 in Bezug auf die Unterrichtsgestaltung.

Weiters ist mit dem Rundschreiben 17/2012 des BMBF der „Katalog an verbindlichen

Maßnahmen im Bereich Information, Beratung, Orientierung der 7. und 8. Schulstufe“3 geregelt. Dabei stehen der Erwerb und die Entwicklung von Grundkompetenzen wie Selbstreflexion, Informationsrecherche und Informationsbewertung sowie Entscheidungsfähigkeit im Vordergrund.

1 IBOBB: http://www.schule.at/portale/berufsorientierung-ibobb

2 Lehrplan zur Berufsorientierung:

http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/berufsorientierung.xml

3 Rundschreiben 17/2012:

http://www.bmbf.gv.at/ministerium/rs/2012_17.xml

 

OStR. in Mag.a Iris Mallweger-Grasser BO-Koordination Europagymnasium