Die 5a sieht sich die Aufführung „Die schmutzigen Hände“ von Jean Paul Sartre am Stadttheater Klagenfurt an

Am Donnerstag, den 23.Februar 2017, besuchte die 5A des Europagymnasiums Klagenfurt unter Begleitung von Frau Professor Streit und Frau Professor Wang das Theaterstück „Die schmutzigen Hände“ von Jean Paul Satre im Stadttheater Klagenfurt. Es handelte sich dabei um ein Gastspiel des Resienztheaters München unter der Regie von Marin Kušej, einem gebürtigen Kärntner. 

      Der Protagonist der Aufführung, Hugo, tritt der Kommunistischen Partei in einem fiktiven osteuropäischen Land bei. Um an Bedeutung und Macht zu gewinnen, soll er ein ungewolltes Führungsmitglied, Hoederer, umbringen. Doch als sieben Tage vergehen, ohne dass etwas geschieht, gerät er zunehmend unter Druck. Er steht vor der schwierigen Entscheidung, ob er als Verräter entlarvt werden möchte oder entgegen seinen Gefühlen einen Mord begeht.

      Das zeitlich gegen Ende des zweiten Weltkriegs angesiedelte Stück endet mit einem spannungsgeladenen Finale – und mehreren Toten…

      Die Aufführung brilliert durch ihre ausgezeichnete Inszenierung, im Besonderen sei hier das Bühnenbild zu nennen. Mit zwei größeren Gitterkästen gelingt es, die gesamte Differenz zwischen der Ideologie des Kommunismus und der Freiheit des Menschen, zwischen Macht und Unterlegenheit, zwischen Tod und Leben lebhaft und verständlich darzustellen. Durch die Beleuchtung entsteht zusätzlich ein harmonisch abgerundeter Gesamteindruck. 

     Mich persönlich weniger angesprochen haben die Kostüme, da sie viele der Schauspieler nur halb bedeckten und diese somit halbnackt auf der Bühne agierten Die schauspielerische Leistung war zwar nicht schlecht, wäre aber für mich noch steigerungsfähig gewesen, da viele Szenen ein wenig gestellt wirkten. In manchen Teilen des Stücks fehlten echte Emotionen. 

      Um ein abschließendes Resümee zu ziehen: Meiner Meinung nach kann die Aufführung durch ihre außergewöhnliche Inszenierung und durch eine gut durchdachte Story durchaus überzeugen, auch wenn es an manchen Punkten noch Verbesserungspotential gegeben hätte. 

Benjamin Kattnig